David Adamo

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David Adamo hat während der letzten Jahre an skulpturalen Installationen gearbeitet, die ihren Ausgangspunkt in Alltagsobjekten aus Holz haben, wie zum Beispiel Äxte, Schießbogen, Pfeile und Baseballschläger, die als Verlängerung der menschlichen Hand dienen. An diesen schnitzt der Künstler so lange herum, bis sie nicht mehr als solche zu gebrauchen sind. Die sich daraus ergebenden Skulpturen bewahren ihre Holzspäne und ausrangierten Teile der transformierten Objekte als ein Zeugnis für das Interesse des Künstlers am performativen Aspekt des körperlich-werkenden Akts und als Hinweis auf seine Vergangenheit als Tänzer und...


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After the Butcher

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Robert Ludwig, Christian Diaz Orejarena, Michel Aniol, Anne Arlt, Vera Buhß, Friedrich Herz, Robert Lakomczyk, Lukas Quietzsch, Philip Shafer, Albert McCloud / Christoph Bannat, Axel Gerber / Gintersdorfer/Klaßen / Katja von Helldorff, Cristian Forte, Senta Burma, Sophie Heartbreakin' Fatale, Nean Lhok, Lady Gaby / JOKAklubi, Ulu Braun, Miss le Bomb...


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Aids 3D

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Die amerikanischen Künstler Daniel Keller und Nik Kosmas leben und arbeiten seit ihrer künstlerischen Zusammenarbeit und der Gründung ihrer gemeinsamen Internetseite Aids-3D.com im Jahr 2006 in Berlin. Eines der zentralen Themen ihrer Arbeit behandelt unsere Wahrnehmung der zunehmenden Verschmelzung realer und virtueller Welten. Für based in Berlin erstellen sie eine modulare Glassskulptur, die durch ein Hologramm mit einem Motiv einer Solarzelle versehen ist. Durch die Technik des Hologramms kann ein dreidimensionales Objekt in seiner...


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Akim

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Die Graffiti-Kultur ist bleibender Bezugspunkt für Akims Arbeit. Neben einer langjährigen Aktivität als Sprayer ist sein originäres Betätigungsfeld auch Gegenstand seiner Arbeiten im Kunstraum. Sein Video mit dem Titel Leistungsschau, das — wie typische Genre-Videos der Graffiti-Kultur — Sprayer bei ihren Aktionen dokumentiert, provoziert im Kontext der Ausstellung die Frage nach den Leistungskriterien zeitgenössischer Kunst.

Graffiti erscheint in Akims Arbeiten nicht nur im Zusammenhang der Produktion verschiedener Werke, sondern als gelebte...


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Özlem Altin

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Die Künstlerin Özlem Altin arbeitet meist installativ. Aus einer persönlichen Sammlung von Bildern stellt sie assoziativ Gemeinsamkeiten und Gegensätze der verwendeten Motive einander gegenüber. Im Speziellen interessiert sie dabei das Konzept des Körpers. Die Gesichter als besondere Merkmale der Identitäten des Körpers werden zumeist abgedeckt und unkenntlich gemacht: die Personen sind somit austauschbar, verlieren ihr spezifisch Persönliches und werden in die Objekthaftigkeit überführt. Diese Assemblagen verschiedener Bilder fügt Altin mit weiteren Objekten zu Installationen zusammen. Wenn dabei Bilder von Körpern...


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Julieta Aranda

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Julieta Aranda markiert Prozesse, in denen Still- stand und Bewegung sich verzahnen. Rhythmus und Zirkulation sind entsprechend zentrales Moment ihrer Installationen.

Die Arbeiten Arandas vollziehen sich dabei auf verschiedenen Ebenen. Sie erscheinen einerseits als Spiel mit unserer Wahrnehmung: Wir sehen Teile des Kunstwerks nur, wenn wir sonst nichts mehr sehen. Licht, Schatten und Dunkelheit, Erscheinen, Erlöschen und Auslöschen bedingen einander—

das wird uns leibhaftig vorgeführt. Anderseits führen diese Wahrnehmungsspiele und die humorvollen Titel der Arbeiten...


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Autocenter

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Auf Einladung zieht das AUTOCENTER nun für sechs Wochen in das ehemalige Atelierhaus im Monbijoupark und setzt im Rahmen von based in Berlin und somit im Zentrum der Stadt sein eigenes Programm fort: Zwei Gruppenausstellung, kuratiert von dem amerikanischen Kunstkritiker Max Henry beziehungsweise von dem Berliner Künstler Manfred Peckl, sowie eine Ausstellung des...


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Nina Beier

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Die Arbeiten der dänischen Künstlerin Nina Beier spielen mit den konventionellen Hierarchien von Figur und Grund, Inhalt und Rahmen, Kunstwerk und Support... Ihr Werk Shelving for Unlocked Matter and Open Problems (2010) besteht aus kleinen vorgefundenen Skulpturen, die eher dem Kunsthand- werk zuzuordnen sind als der Bildenden Kunst. Sie sind zurechtgestutzt, um gläserne Regalböden zu tragen. Nicht das Möbelstück dient als Träger für die Statuetten, sondern diese werden umgekehrt zu bloßen Stützen der Regalfächer degradiert. Gleichzeitig ist aber das so entstandene „Möbel“ insgesamt eine skulpturale Arbeit, die als Kunstwerk in der kulturellen Hierarchie höher steht als ein Regal oder die in ihm verwendeten dekorativen Skulpturen.

Morphological Mimicry and Mympathetic Magic (2010) besteht aus einem einfarbigen Hintergrund, der hinter der monochromen Arbeit eines anderen Künstlers platziert wird, sodass diese schwer wahrzunehmen und nahezu unmöglich zu fotografie- ren ist. Die eine Arbeit verschwindet vor der anderen, die aber ihrerseits nur durch und mit jener existiert. Beiers Arbeiten kehren die Wechselbezie- hungen zwischen Objekten als Repräsentanten unterschiedlicher kultureller Klassifizierungen und den damit einhergehenden Wertungen nicht einfach um, sondern erzeugen vielmehr ein Oszillieren zwischen beiden—eine Unentscheidbarkeit, die die Beziehung selbst ins Zentrum rückt. JS


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Rocco Berger

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Rocco Bergers Skulpturen gleichen Apparaturen. Raue Materialien werden mittels einfacher Mecha- nik miteinander verschaltet und treten an, Kunst zu produzieren. Dabei entstehen Materialisierungen von Redewendungen, Wortspiele werden in skulpturale Funktionsmechanismen übersetzt.

In based in Berlin zeigt Berger seine Arbeit Oil Painting (2010). Aus einem Benzinkanister läuft über eine Gardena-Tröpfelanlage Altöl auf eine nur lose an der Wand befestigte Plastikfolie. Diese wird vom Wind eines Ventilators leicht aufgebläht und bewegt, sodass das Altöl in unregelmäßigen Bahnen darüber läuft und dabei eine flüchtige schwarze Zeichnung hervorbringt. An der Fußseite...


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Gerry Bibby

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Die Schwierigkeit, das künstlerische Werk von Gerry Bibby genau zu verorten, ist beabsichtigt, da es Neuland betritt. Mit seinen Werken, die aus bewusst komplizierten und kalkuliert präzisen plastischen Gesten hervorgehen, aus geborgten und selbstverfassten Texten sowie aus Elementen sorgfältig choreografierter und gleichzeitig verrückt planloser Performance, erstellt Bibby eine inspirie- rende und originelle Neubestimmung von etwas, das man einen Prozess nennen könnte—ein Prozess, der keine Grenzen kennt und voller spielerischer Subversionen und strategischer...


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Juliette Blightman

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Juliette Blightmans Werke entfalten sich in Zeit und Raum wie meditative, phänomenologische Erzählun- gen, die—auf den ersten Blick—möglicherweise gar nicht existieren. Die grundsätzlich sehr persön- lichen Installationen, Performances und Filme von Blightman laden ihre Zuschauer auf eine fast filmische Reise durch eine Reihe subtiler (wenn nicht einfacher, oder sogar gewöhnlicher) Gesten ein.

Die Installation für based in Berlin veranschau- licht Blightmans Neigung zur Ausdehnung von eigener Zeit und eigenem Raum, indem sie eine „innere“ Reise...


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Erik Blinderman & Lisa Rave

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In based in Berlin zeigen Erik Blinderman und Lisa Rave mit The Villages einen neuen Film, der zwei Drehorte zu einem fiktiven Ort zusammenschließt und so deren strukturelle Analogien herausarbeitet.

Die Rentner-Siedlung The Villages inmitten Floridas wurde in den 1980er-Jahren im Stil des 19. Jahrhunderts erbaut. Die Gebäude haben die Anmutung von uraltem, abbröckelndem Mauerwerk, und kleine Ruinen zieren die Parks. Vor einigen Häusern erzählen Tafeln die Geschichten ihrer erfundenen Erbauer. Die Stadt gleicht einem Themenpark. Der zweite Ort ist Swakopmund, eine...


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Juliette Bonneviot

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Die französische Künstlerin Juliette Bonneviot beschäftigt sich in der Malerei unter anderem mit der Konstruktion von Bildern und deren zahlreichen Ebenen von Interpretation und Re-Interpretation. Sie bedient sich in ihrer Arbeit sowohl der Hoch- als auch der Populärkultur und führt diese ineinan- der über. Aus Abbildungen von amerikanischen Action Paintings der 1950er- und 1960er-Jahre und deren zugrunde liegendem Mythos des ursprüngli- chen Künstlergestus entnimmt sie Details, die sie in Bildbearbeitungsprogrammen auf virtuell...


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Erik Bünger

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Der schwedische Künstler, Komponist und Autor Erik Bünger re-kontextualisiert existierende künstlerische Medien in Performances, Installa- tionen und Web-Projekten, die die Trennung von authentischer und simulierter Erfahrung hinterfragen.

Obwohl sich seine Werke zunehmend der zeitgenössischen Konzeptkunst nähern, ist seine Verbindung von auditiven und visuellen Elementen auch mit dem literarischen...


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Nina Canell

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Die Arbeiten von Nina Canell scheinen von einer bestimmten Veränderlichkeit und Ungewissheit zu erzählen. Ihre Gemeinschaften von Objekten interagieren still miteinander durch schlichte Arrangements oder ausbalancierte innere Antriebe, mit deren Hilfe bestimmte Frequenzen, Bewegungen oder Höhen beibehalten werden. Gefundene Objekte und Dinge aus der Natur, Elektroschrott und Kabel bilden temporäre, fast performative plastische Allianzen, gefällige Momente von Synchronizität, die irgendwo zwischen dem Materiellen und dem Immateriellen existieren, indem sie feste Objekte mit mentalen...


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Nicolas Ceccaldi

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Nicolas Ceccaldi fertigte vor kurzem eine Serie hochwertiger, maßgeschneiderter Prototypen von Überwachungskameras aus geschmolzenem Kinderspielzeug an. Diese biomechatronischen Dispositive, beschriftet mit Fantasien über den Totalen Krieg, halten ein wachsames Auge auf unsere Realität. Indem Ceccaldi diese an Bild- wiedergabegeräte beispielsweise an einen Video- projektor anschließt, untersucht er in einem perfomativen Akt die unaufhörlichen Dialoge und Rückkopplungen zwischen postfordistischen Überwachungsapparaten, künstlich errichteten Umgebungen und individualisierter Kreativität...


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Sunah Choi

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Sunah Choi arbeitet ebenso mit Fotografie wie mit Skulptur, Video und Installation. Ihr Werk beschäf- tigt sich oft mit der Wahrnehmung des Zufalls und beruht auf einer Erörterung von Prozessen der kulturellen Aneignung. Sie erkundet die Erschei- nung von Material als Form sowie die Art und Weise, wie Formen erscheinen. Choi kreiert Kompositionen und Arrangements aus Formen, die eine Beziehung zu der besonderen Ästhetik und dem Inhalt haben, von denen sie durchdrungen sind. Ihre Installationen basieren auf der...


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Jay Chung & Q Takeki Maeda

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Das Künstlerduo Jay Chung und Q Takeki Maeda untersucht in seinen Arbeiten visuelle wie textuelle Erzählstrukturen. 2006 stellten sie in einer Einzel- ausstellung lediglich die Presseerklärung und sieben gerahmte Siebdrucke aus, die jeweils einen Satz der Presseerklärung in Form eines linguistischen Diagramms darstellten. Im Rahmen von based in Berlin konfrontieren Chung und Maeda Abläufe aus der Politik mit Funktionsmechanismen, die wir aus populärkulturellen TV-Formaten wie „Deutschland sucht den Superstar“ kennen: Um einen Gewinner zu produzieren, braucht es...


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Kerstin Cmelka

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Kerstin Cmelkas künstlerische Praxis hat sich allmählich von Fotografie und Film zu einem überraschenden Repertoire von Live Performances weiterentwickelt. Ihre One-Night-Performance für based in Berlin mit dem Titel Change ist die Adaption eines Theaterstücks von Wolfgang Bauer aus dem Jahr 1969. Diese neue Arbeit, die Cmelka schon früher als Film realisiert hat, ist Teil ihrer laufenden Serie von Mikrodramen—eine Reihe von volksthea- terähnlichen Performances und Filmen, die Auszüge aus klassischen dramatischen Texten, sowie Mainstream-Klischees aus Filmen...


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Keren Cytter

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In den Filmen der Künstlerin Keren Cytter werden leidenschaftliche Beziehungsdramen kammerspiel- artig in Szene gesetzt. Der Zuschauer wird dabei in deren Strudel hineingezogen, auch wenn die Immersion nie vollständig gelingt, da die Erzeu- gungsmechanismen der Illusion gleich miterzählt werden.

In dem Video Avalanche (2011) wird in vier Episoden eine Dreiecksgeschichte heraufbeschwo- ren, indem die damit verbundenen filmischen wie...


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Kajsa Dahlberg

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Kajsa Dahlbergs Arbeiten befragen die Inhalte und Subtexte von medialen Ausdrucksformen: Wie sind kollektive und individuelle Narrative miteinander verstrickt? Wie spielen politische Repräsentation, historische Diskurse und individuelle Identitätsbil- dung ineinander? Und welche Rolle übernimmt dabei das Trägermedium?

Die Arbeit Ein Zimmer für sich / Ein eigenes Zimmer / Ein Zimmer für sich allein / Vierhundertdrei- unddreißig Bibliotheken besteht aus tausenden Exemplaren ein und desselben Buches, der deut- schen Ausgabe von Virginia Woolfs feministischem Klassiker...


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Mariechen Danz

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Mariechen Danz versetzt die Repräsentationssyste- me von Wissenschaft und Kunst in einen Schwindel erregenden Tanz. Einzelne Details historisch und ethnisch heterogener Wissenskulturen werden aus ihren herkömmlichen Zusammenhängen herausge- löst und miteinander in Szene gesetzt. Dabei implodieren unsere Ordnungs- und Erklärungsmus- ter und die in ihnen gebannte Energie wird frei....


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Giulio Delvè

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Der italienische Künstler Giulio Delvè geht von den Erfahrungen des Alltags aus und dekontextualisiert diese, um den Wahnsinn im menschlichen Verhalten offenzulegen. Häufig arbeitet er mit vertrauten Objekten und Werkzeugen, die—sobald sie aus ihrer gewohnten Umgebung entfernt werden—eine andere „Funktion“ annehmen und somit einen semantischen Kurzschluss provozieren. Delvè kreiert Assemblagen und Installationen aus vertrauten Materialien, die bereits eine narrative Funktion besitzen. Seine Arbeiten sind oft in Schichten strukturiert und reflektieren Themen und Formen, die dem performativen Prozess ihrer Herstellung innewohnen: So, als wäre der Akt der...


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Simon Denny

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Simon Denny untersucht in seinen Arbeiten den Umgang mit Materialien in einem Zeitalter, in dem die technologisch bedingte Überproduktion und die Übermacht der Medien bereits als Normen aus vergangenen Zeiten betrachtet werden können. Für based in Berlin präsentiert Denny eine Weiterentwicklung einer Arbeit, die er in Aachen realisierte. Sie zeigt, wie ein deutsches Unternehmen dazu beiträgt, das Auftreten eines globalen Konzerns zu prägen. Der Künstler präsentiert eine skulpturale Installation, in der die Materialien im Raum wie drehbuchartig angeordnete Motive agieren. Die Präsentation rückt einen Aachener Galvanisierungs- betrieb in den Fokus, der die Fantasy-Kreuzfahrt- schiffe eines international führenden Unternehmens der...


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Michele Di Menna

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Michele Di Mennas außergewöhnliche künstlerische Entwicklung offenbart einen Einblick in ihr fesselndes Gesamtwerk. Nach Kindheit und Jugend in Vancouver (British Columbia) widmete sie sich dem Tanz und trat regelmäßig auf Partys und in Klubs auf. Bevor sie sich endgültig entschied, Kunst zu studieren, arbeitete sie unter anderem auch als Tischlerin. Doch selbst nach ihrer Ausbildung an der Städelschule in Frankfurt am Main blieb Di Menna ihren autodidaktischen Anfängen treu. Ihre Performances und Skulpturen sind...


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Aleksandra Domanović

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Aleksandra Domanovic ́ fokussiert in ihren Arbeiten tiefgreifende soziale wie mediale Veränderungen und deren Interdependenz: Der Titel 19:30 benennt den einstigen Ausstrahlungstermin der Fernsehnachrichten in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens. Domanovic ́ hat ein Archiv so genannter „idents“—audio-visueller Jingles—dieser Nachrichtensendungen zusammengetragen...


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Simon Dybbroe Møller

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Simon Dybbroe Møllers Werke werden oft mit Begriffen aus der Literatur beschrieben und als kondensierte linguistische Miniaturen, als herme- tisch abgeschlossene Aphorismen oder auch als Kurzprosa mit einer eigenen, immanenten Logik bezeichnet. Møller arbeitet in einem divergenten Feld künstlerischer Medien, darunter Installation, Collage, Skulptur und Video. Jedes seiner ungleich- artigen Werke erscheint wie ein Musiker in einem komplexen Orchester, das von Møller dirigiert wird: Es ist eine laute Auseinandersetzung, die die Beziehungen zwischen Blick und Denken, Zufall und Inszenierung vermischt, spiegelt, umkehrt und umwirft.

In der Arbeit Melody Malady (2010) sitzt...


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Köken Ergun

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Die Werke von Köken Ergun beschäftigen sich mit Fragen der kulturellen Identität anhand von Ritualen innerhalb der zeitgenössischen türkischen Gesellschaft, sowohl in der Heimat als auch ausserhalb der Türkei.

Seine Videoinstallation WEDDING ist das Ergebnis einer achtmonatigen Forschung, in deren Verlauf er über 40 Hochzeitszeremonien der türkischen Gemeinschaft in Berlin, einer der größten in Europa, dokumentierte. Sein Blick nimmt die Neuinszenierung von Traditionen in Hochzeitszeremonien auf und spiegelt, wie sehr diese dazu beiträgt, die eigene Kultur der...


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Evas Arche und der Feminist

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Evas Arche und der Feminist ist eine Ausstellungs- reihe, die 2005 von Pati Hertling und Peter Kisur in der damaligen Künstlerwohnung der Honey Suckle Company in den KunstWerken Berlin gegründet wurde, und seit 2007 von Pati Hertling und Marlous Borm in den Räumen von Gavin Brown’s Enterprise in New York weitergeführt wurde. Das Grundrezept für die Abende lautet: Ausstellung, Musik/Performance und Suppe. Auch in New York behielt Evas Arche und der Feminist zunächst ein Berliner Programm bei und zeigte lange Zeit vor allem Berliner Künstler und Expats. Nach einem Sommer bei The Taut and Tame, dem Projektraum von Galerie Micky Schubert und Lüttgenmeijer, in Berlins...


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Matthias Fritsch

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Matthias Fritschs filmische Arbeiten kreisen um Fragen von Autorschaft und Eigentum, die im Zusammenhang mit offenen Distributionswegen im Internet eine neue Konjunktur erleben. Fritsch spürt Potenzial und Grenzen der damit verbundenen kulturellen Praktiken nach, indem er sich in sie hinein begibt. Folgerichtig nutzt der Künstler auch andere Plattformen und Kanäle für seine Arbeiten als den Kunstkontext.

In based in Berlin wird seine Arbeit We, Technoviking (2010) präsentiert. Dieser Clip bezieht sich auf sein Video Kneecam...


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Kasia Fudakowski

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Kasia Fudakowskis entschieden skulpturales Verfahren bringt durch figurative und abstrakte Mittel eine organische und eine synthetische Sprache zusammen. Oft nehmen ihre Skulpturen den Raum wie Schauspieler ein, die charakteristische Merkmale von Menschen nachahmen. Dabei spüren sie einem sozialen und kulturellen Prozess des Erwerbs sowie des Entzugs von Wissen nach.

Fudakowskis neue Skulptur, die für den Monbijoupark entwickelt wurde, wendet sich dem zu, was sie als „die Tragödie der zwei Dimensionen“ bezeichnet...


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Simon Fujiwara

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Ausgangspunkte für die Arbeiten von Simon Fujiwara sind als Drehbuch geschriebene Schilde- rungen aus realen und fiktiven Archiven, die die Möglichkeiten der Manipulation von Geschichte und den Einfluss individuellen Erlebens auf das kollektive Gedächtnis hinterfragen.

Seine Installation Phallusies (An Arabian Mystery) (2010) erzählt, wie unter den Fundamenten eines neuen Museumsgebäudes irgendwo in der arabischen Wüste ein gigantischer Phallus aus Stein entdeckt wird. Weder existieren Aufzeichnungen über dessen Existenz, noch über sein Verschwinden. Manche sagen, er wurde zerstört, andere...


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Cyprien Gaillard

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Die Verlagerung und der Standortwechsel von Monumenten sind zentraler Bestandteil von Cyprien Gaillards künstlerischer Arbeit. Diese wechselt zwischen Antikem und Modernem hin und her und erkundet dabei Konservierung, Rekonstruktion, und Zerstörung der urbanen Landschaft. Als Projekt mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD und in Zusammenarbeit mit based in Berlin, wird eine monumentale Neonbarleuchte aus den 1950er Jahren auf das Dach am Haus der Statistik auf dem Alexanderplatz aufgestellt, die dort mit der umge- benden Werbung in Konkurrenz tritt...


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Galerie im Regierungsviertel

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Judith Albrecht, Ronja Beer, Tjorg Douglas Beer, Tobias Bernstrup, Marc Bijl, John Bock, Monica Bonvicini, Madeleine Boschan, Björn Dahlem, Erró, Anna-Catharina Gebbers / Christoph Schlingensief, Marianne Eigenheer, Harun Farocki, Rainer Ganahl, Andreas Golder, Thomas Helbig, Christian Jankowski, Dionisis Kavallieratos, Christoph Keller, John Kørner, Terence Koh, April Elisabeth Lamm, Annika Larsson, Sara Lunden, Isa Melsheimer, Klaus Mettig, Olaf Metzel, Raymond Pettibon, Daniel Pflumm, Martha Rosler, Thomas Scheibitz, Markus Selg, Katharina Sieverding, Orson Sieverding, Pola Sieverding, Andreas Slominski, Franz Stauffenberg, Alexandros...


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Tue Greenfort

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Tue Greenfort arbeitet innerhalb einer großen Bandbreite von künstlerischen Medien, darunter Skulptur, Installation, Video und Fotografie. Der sich ständig verändernde Charakter der Natur—in der Vergangenheit und der Gegenwart—fasziniert ihn ebenso wie die Auswirkungen menschlicher Interventionen auf die Natur. Er bezieht sich auf die Art und Weise, in der wir in den vergangenen 100 Jahren unsere Ressourcen verbraucht haben und die Folgen davon. Umwelt, Natur und Gesellschaft sind essentielle Bestandteile seiner Arbeit. Greenfort strebt danach, den Lebensraum des heutigen Menschen auf...


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Petrit Halilaj

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„Die Hütte, in der er die Nacht verbrachte, war so klein, dass niemand, der kein Kind oder Zwerg war, sich darin ausgestreckt hinlegen konnte. Wir versuchten, uns auf Knien zu lieben, aber das war zu unbequem. Später versuchten wir es auf einem Stuhl im Sitzen. Schließlich haben wir einfach gelacht, ohne gefickt zu haben. Als die Sonne aufging, begleitete er mich zu meinem Zelt, und dann ging er weg. Ich fragte ihn, wo er wohnte. In Barcelona, sagte er. Wir müssen zusammen nach Barcelona fahren, sagte ich.“

Jenny, ich habe dieses Buch gelesen, dessen Autor für meine Schreibfantasie...


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Jan Peter Hammer

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Bei dem Künstler Jan Peter Hammer liegt der Schwerpunkt seiner Werke auf den narrativen Strukturen, die einen literarischen Kontext erschlie- ßen. Das Werk The Anarchist Banker (2010) bezieht sich auf die gleichnamige Kurzgeschichte, die der portugiesische Dichter Fernando Pessoa 1922 geschrieben hat.

Hammers Video inszeniert Pessoas Dialog zwischen einem Banker und seinem Sekretär als Interview eines Bankers mit einem TV-Moderator neu. Die Protagonisten spielen den ursprünglichen Inhalt des Dialogs, der so...


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Alexander Hempel

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Alexander Hempel tritt als dilettantisch agierender Redner, Lehrer oder Moderator auf. Obwohl er in der Tradition des Slapsticks arbeitet ist er kein Comedian. Es gibt keine Pointen, und mag der Zuschauer seiner Performances auch bisweilen Lust verspüren, sich auf die Schenkel zu klopfen, hält die Hand doch meist in der Bewegung inne. Denn als Publikum sind wir auch immer Teil des Settings und Zeugen einer peinlichen Situation, die sich dehnt und in die Länge zieht, während Hempel beispielsweise als unvermögend Englisch sprechen- der Diplomand anhand einer plakativen Ölmalerei sein Leben und die Welt erklärt...


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Yngve Holen

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Der norwegische Künstler Yngve Holen zeigt im Rahmen von based in Berlin eine Serie von in Scheiben geschnittenen Geräten, die ursprünglich als Wasserbehälter konstruiert wurden und nun zerschnitten, ihre ursprüngliche Funktion durch ein neues Äußeres verlieren. Eher zerfleischt als seziert,

„halten“ diese Objekte nun kein Wasser mehr, sondern verändern sich in eine Sprache uneigennüt- ziger Ästhetik. Im industriellen Herstellungsprozess von wasserdichten Produkten kommen oft 3-D- Scanner zum...


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David Hominal

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David Hominal arbeitet nicht nur mit Malerei, sondern mit unterschiedlichen Medien wie Installa- tionen, Skulpturen, Videos oder auch Performances. Dadurch hinterfragt er die Möglichkeiten der zeitgenössischen Malerei. In seinem beinahe obsessiven Umgang mit diesen Genres kommt es zu einer wilden Assemblage verschiedener Themen aus der Kunstgeschichte, der Musik oder der uns umgebenden Alltagskultur.

Für die Ausstellung based in Berlin präsentiert er eine Serie gemalter 2-Centmünzen. Der Wert des Motivs wird dabei hinterfragt. Einerseits vergrößert...


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HUSH HUSH

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HUSH HUSH ist eines der vielen Alter-Egos des amerikanischen Künstlers Christopher Kline, der in den letzten fünf Jahren in der Berliner Untergrund- Szene unter verschiedenen Pseudonymen, zum Beispiel als Snakebraid, Night Music und in den Gruppe Wooden Veil und Gemeine Gesteine aufgetreten ist. Er vermischt Rhythm & Blues, Soul-, Dance- und Popmusik und beschreibt sich selbst als eine „Hitmaschine“ von eigenen Gnaden. Als Meister profaner Zeremonien, in denen er freizügige sexuelle Songtexte vorträgt, erzeugt HUSH HUSH wilde und fieberhafte Performances. Nach seiner Tour mit Yeasayer durch Nord- amerika präsentiert...


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Invisible Playground

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Das Kollektiv Invisible Playground legt die un- sichtbaren Spiel-Plätze Berlins und anderer Städte frei: Die vorgefundenen Orte und Nicht-Orte werden seziert und Regeln aus Computerspielen für das jeweils spezifische Setting adaptiert und transformiert. Latenzen und Potentialitäten der urbanen Architekturen werden auf diese Weise zutage gefördert. Mit der Übersetzung der Games vom Virtuellen ins Reale geht auch eine neue Form der Community einher: In zumeist kleinen Gruppen interagieren Schauspieler, Zuschauer und Passanten miteinander und mit ihrer...


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Nadia Kaabi-Linke

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Die Installationen, Objekte und Bildwerke von Nadia Kaabi-Linke sind orts- und zeitspezifisch innerhalb eines urbanen Umfelds. Ihre Werke stehen in einem historischen Kontext, indem sie einen Bezug herstellt zwischen ihrer eigenen Biografie, ihren Erinnerungen und den sozialen, politischen und geografischen Bedingungen. Sie kombiniert Gegensätze wie Schönheit und Gewalt oder Brutalität und Raffinesse. Für based in Berlin zeigt Kaabi-Linke These goddamned boys all stealing (Zossener 7) (2008). Sie benutzt die Technik der Frottage, um das Bild eines Penis zu reproduzieren...


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Ilja Karilampi

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Ilja Karilampi arbeitet mit einer großen Bandbreite von Medien, darunter Laserprints, transparente Plastik, Nikotinkaugummis, Siebdruck, Sportaus- rüstung, MP3-Dateien, Flyer, gesellschaftliche Ereignisse und eine distanzierte Form der Perfor- mance, um unsere Wahrnehmungen in einen traumähnlichen Zustand zu versetzen. Essentiell für Karilampi sind des Weiteren Videos, deren Inhalt sich vornehmlich mit Musikproduzenten beschäftigt, mit dem Fokus auf Untergrundbewegungen und Rapmusik. Er vermischt gefundenes Filmmaterial, gesammelte Materie und visuelle Effekte...


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Tobias Kaspar

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Tobias Kaspars Werk L’Aquila, Firenze, Genova, Modena, Milano, Palermo, Pescara, Portofino, Pozzuoli, Roma, Trieste, Venezia besteht aus zwei Sets à sechs Tassen mit Untertellern. Nach Überlieferung des französischen Schriftstellers Stendhal sagte der Revolutionär Danton am Tag seiner Guillotinierung: „Man kann wohl sagen; Ich werde geköpft! Du wirst geköpft! Er wird geköpft! Wir werden geköpft! Aber man kann nicht sagen: Ich bin geköpft worden!“ Diese zwölf (möglichen) „Systemfehler“, die beim Deklinieren von „köpfen“ entstehen, sind auf den Tassen zu sehen. Die verschiedenen Modelle sind außerdem vom Hersteller...


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Nina Könnemann

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Nina Könnemanns Videos Sommerleute und Kraft unseres Amtes (beide 2009) zeigen öffentliche Plätze in Berlin. In beiden richtet die Künstlerin ihren Blick auf öffentliche Mülleimer und die marginale Ökonomie, deren Umschlagplatz sie sind. Wir sehen, wie schlendernde Menschen leere Plastikflaschen wegwerfen, und kurz darauf Gestalten, die diese einsammeln; bisweilen kommt es zu direkten Übergaben. In diesem Kreislauf fungieren die Plastikflaschen als Markierung einer Differenz. Sie unterscheiden die...


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Asaf Koriat

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Asaf Koriats Arbeiten wenden sich mit Begeisterung der Populärkultur zu. In based in Berlin zeigt er unter anderem The Brave (2006), ein Einkanal Split Screen-Video, das simultan neun Fernsehaufnahmen von Celebrities (Celine Dion, Justin Timberlake, Jessica Simpson, Whitney Houston, Mariah Carey, Beyoncé, Christina Aguilera, Mary J. Blige und Cher) zeigt, die jeweils zur Eröffnung des „Super Bowls“ die amerikanische Nationalhymne, den „Star-Spangled Banner“ singen. Jeder Performer hat den Anspruch, die Hymne auf eine ihm eigene Weise...


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Wojciech Kosma

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Wojciech Kosma schreibt Anweisungen zu seinen inszenierten Performances. Diese Notationen, die er zu den Performances als eigenständige Werke ausstellt, bilden einen freien Handlungsleitfaden, den er seinen Darstellern an die Hand gibt. Die Texte aktivieren die ins Performative übersetzten Szenen, sowohl bei den Betrachtern als auch bei den Darstellern.

Kosmas interessiert das Konzept der Selbstbeobachtung, der reflexive Effekt, auf sich selbst zurückgeworfen zu sein, und die daraus resultierende Differenz des...


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Kitty Kraus

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Der Kurator Veit Loers beschreibt die Künstlerin und ihr Werk wie folgt: „Kitty Kraus platziert abstrakte Symbole im Raum, chiffrierte Botschaften, hergestellt aus Glas, Metall, Tuch oder gefunden Objekten, die albtraumhaft den Bereich des menschlichen Zustands in der Welt überschreiten bzw. ihn umschreiben.” Die Arbeiten sind schön—häufig monochrom, von blendendem Glanz, oder sogar fast unsichtbar. Es mag berechtigt sein, zu sagen, dass Kraus in ihren Werken eine sich selbst kritisierende, fast masochistische Obsession in Bezug auf Formalismus hat. Und doch sind ihre Werke weit gefährlicher, als sie zu Anfang erschei- nen. Ohne direkt bedrohlich zu wirken...


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Oliver Laric

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Der österreichische Künstler Oliver Laric arbeitet am produktiven Potenzial der Kopie im Vergleich zur Idee eines Unikats oder Originals. In zahlreichen unterschiedlichen Versionen entstehen Werke, die sich im stetigen Wandel befinden. Für die Ausstellung based in Berlin installiert er Geländewa- gen der Firma Shuanghuan im Monbijoupark. Diese chinesischen Autos des Modells „CEO“ ähneln unter anderem einem Geländewagen einer Deut- schen Automarke, dem BMW X5, was...


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Alexandra Leykauf

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Alexandra Leykauf hat in den letzten Jahren mit Methoden der Manipulation, Täuschung und Undefinierbarkeit gearbeitet. Ihr Ausgangspunkt sind gefundene Fotografien, die sie häufig für Collagen verwendet, um entweder die Anordnung dessen, was auf dem Foto dargestellt ist, zu ändern, oder um die Bilder selbst zu dekontextualisieren. Indem das, was schon abgebildet war, erneut gezeigt wird, enthüllt ihre Arbeit die Tatsache, dass jedes Bild viele Perspektiven und Lesarten eröffnen kann. Das Thema einer Theaterszene bietet sich an, um über Realität und Bühne zu reflektieren, über Innen und Außen. Es legt sowohl dem Betrachter als auch dem zu...


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Klara Lidén

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Auf der zweiten Seite ihres Katalogs mit dem Titel Klara, der anlässlich der Ausstellung Non-solo show, Non-group show (2009/2010) in der Kunsthalle Zürich herausgegeben wurde, schreibt Klara Lidén: „Ein Teil von mir ist dieser arme Architekt, der es mit dem Problem von in der Stadt bestehenden Strukturen zu tun hat, ein anderer Teil ist der Amateur-Tänzer oder Performer, der eine Vorstel- lung davon hat, Rhythmus an die Aktivität von Gebäuden zurückzugeben, oder davon, die verbaute Umgebung wieder zur Verfügung zu stellen.“ Lidéns Werk existiert durch Teilhabe und durch Protest. Es ist immer urban, doch entschieden unsentimental. Lidéns Arbeiten enthüllen sich oft langsam, doch wenn sie es tun, dann...


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Ilya Lipkin

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Lipkins Werk beschäftigt sich mit Fragen der Arbeit, Valorisierung und Wertabschöpfung, oftmals am Beispiel künstlerischer Produktion. Die verschiedenen Bestandteile seiner Installation haben jeweils einen uneindeutigen Status in Bezug auf den traditionellen Kunstbegriff; sie sind zudem allesamt appropriiert oder in Auftrag gegeben. Ein riesiges Regal von Möbel Horzon, einer Berliner Firma— häufig als Kunstprojekt bezeichnet, entgegen heftigen Dementis von Herrn Horzon selbst — fungiert als Skulptur. ...


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Trevor Lloyd

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In den Zeichnungen und minimalistischen Objekten von Trevor Lloyd geht es um die Idee der künstlerischen Geste und den Versuch, ihre Positionen zwischen Momenten von künstlerischem Idealismus und menschlicher Verzweiflung zu bestimmen. In ironischen Prozessen und mit trockenem Humor stellt er die Natur sowie Begriffsbestimmung und Begrenzungen künstlerischen Schaffens infrage. Aus dem Quellenmaterial, das sich auf Familie, Haustiere, Kindheitserinnerungen und Routinearbeiten im Haushalt bezieht, wählt er gezielt bildliche Darstellungen, Materialien und Handlungsstränge aus, in denen er eine Spannung zwischen poetischen und profanen Interpretationen wahrnimmt...


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Maria Loboda

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Maria Lobodas Arbeiten stellen eine Verbindung zu Literatur, Musik, Kunst, Mystik und Brauchtum her. Sie übersetzt antike Sprachen mit geheimen Codes und verknüpft sie mit Alltagselementen aus der Innenarchitektur. Jedes Objekt stellt das Ergebnis eines kulturellen Prozesses oder eines ästhetischen Konzeptes dar, erfüllt von Symbolik und Poesie.

In ihren neuesten Werken erforscht Loboda die Strukturen und Möglichkeiten der Entzifferung von Geheimcodes und Geheimschriften. Das Werk mit dem Titel...


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Florian Ludwig & Owen Hoskins

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First impressions are everything, and the visual identity of based in Berlin had to be designed accordingly. Florian Ludwig (florianludwig.com), a German graphic designer and brand consultant, and Owen Hoskins (owenhoskins.com), an American expat designer and programer, were chosen to spin the strands of sluiced identity-ore and weave them into the final face of based in Berlin, in all its digital and printed forms. A once ramshackle closet at Podewill became the glimmering hull of a submarine on a mission to the heart of the project, and they became frenzied mariners, battling the glittering schools of toothy inDesign files and surfacing only for momentary glimpses of the brilliant sun, cresting porpoises, and to chase sirens' calls. Lashed to the mast, they're making their way back to their newly founded design...


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Dafna Maimon

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Die Künstlerin Dafna Maimon arbeitet hauptsächlich mit dem Medium Video. Ihr Interesse liegt dabei auf der Konstruktion von Situationen, die über die Oberfläche des Bildschirms hinausgehen und die Betrachter unmittelbar involvieren. In der Viodeoinstallation The Unbearable Presence of Roots (2010) platziert sie in der Mitte des Raumes die große, abstrakt und grotesk wirkende Skulptur einer Möhre. Die Schauspieler in den darüber installierten Filmprojektionen befinden sich zu Beginn in ihrer eigenen abgeschlossenen Welt des Films. Erst nach und nach scheinen sie die...


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Ryan McLaughlin

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Einst dachte ein Mann in Chelm sich ein Rätsel aus, das niemand beantworten konnte: „Was ist purpurrot, hängt an der Wand und pfeift?“ Als jeder aufgegeben hatte, verkündete er die Antwort: ein weißer Fisch. „Ein weißer Fisch?“, fragten die Leute. „Ein weißer Fisch ist nicht purpurrot.“ „Nein“, antworte der Witzbold, „dieser weiße Fisch wurde rot angemalt.“ „Aber er hängt an einer Wand? Wer hat jemals von einem Fisch gehört, der an einer Wand hängt?“ „Genau! Aber dieser weiße Fisch wurde an eine Wand gehängt.“ „Aber ein weißer Fisch pfeift nicht“, rief jemand. „Nein, also pfeift er nicht.“ Überlieferter Witz


Gareth Moore

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Das Werk von Gareth Moore ist zwischen Performance, Dokumentation, Installation und Skulptur angesiedelt. Häufig verbindet es sich mit Lebensbe- reichen, die wir nicht von vornherein mit zeitgenössischer Kunst in Verbindung bringen. Moore ist ein Reisender und Forscher, ein Pädagoge und Archäologe, ein Bastler und ein Lehrling in sich stetig ändernden Berufen. Seine Projekte entwickeln sich in der Regel durch einen sorgfältig choreografierten Prozess von Einbringung: er bringt sich selbst in eine Situation ein und nutzt dabei die Werkzeuge und Materialien, die er in dieser entdeckt, um seine oft subtilen...


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Shahryar Nashat

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Shahryar Nashat bezieht sich in seinen Skulpturen, Fotografien und Filmen oft auf die Repräsentation von Körpern in der Kunstgeschichte sowie auf die Konventionen von Kunstvermittlung und -präsentation. Er findet großen Gefallen an Details, und seine Werke—mit ihren fast obsessiven Methoden des Rahmens und Beschneidens—ziehen den Betrachter in eine Welt der verborgenen Formen, kunstvollen Gesten und stilisierten Posen hinein.

Torso, Fruit und Mud (1996 — 2011) sind drei Super-8-Kurzfilme, die vor 15 Jahren aufgenommen wurden—Nashats erste Abstecher in das Medium des Films. Als...


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Anne Neukamp

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Anne Neukamps Arbeiten entstehen im Prozess einer Vielzahl von Schichtungen: Abstrakte Flächen überdecken gegenständliche Abbildungen von Stickern, Postkarten, Logos und Piktogrammen in Anlehnung an Comics oder feine Farbverläufe legen sich über einen groben Duktus vergangener Malspuren. Die Bilder werden aufgeladen, um in ihrer Darstellung gleichzeitig wieder entleert zu werden. Dabei sind es oft die Kontraste, die Neukamp interessieren. Das Piktogramm charakterisiert sich über den Versuch, in möglichst wenigen, klaren Linien über einer Kontur ein gegenständliches Bild zu werden, das durch seine Reduktion zum Symbol wird. Dieses Symbol wird auf weiteren Malebenen...


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Ken Okiishi

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„Okiishi lebt seit 2001 in New York und Berlin. (Good bye to) Manhatten verbindet Materialien, die aus dieser Zeit stammen (gefilmt zwischen 2006 und 2009), in einer 72-minütigen, semi-autobiografischen Umsetzung von Woody Allens Filmklassiker Manhattan. Okiishis Figurenwahl ist reduziert auf drei weibliche Protagonisten. Diese werden durch Schlüsselfiguren in der aktuellen Kunstszene New York / Berlin dargestellt. Das Drehbuch entspricht der englischen Google-Übersetzung der deutschen Version von Allens Original. Die sich daraus ergebende semantische Schichtung spiegelt sich in der manchmal instabilen, leicht verrückten...


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Christodoulos Panayiotou

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Christodolous Panayotous Arbeiten bilden thematische Zyklen, die häufig in einzelne Kapitel angelegt sind, aber auch Neuanordnungen zulassen. Sein visuelle Sprache manifestiert sich in der Neuverhandlung von historischen und politischen Überlieferungen, die sich dabei auf undefinierte Wünsche konzentriert und existentielle Fragen bezüglich einer Identität aufwirft. Brauchtum, Traditionen und Rituale sind ebenso wichtig wie romantische Sagen und eigene unterbewusste Wünsche. Die Arbeit Never Land besteht aus ausgewählten...


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Pantha du Prince

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Hendrik Weber (geb. 1975 in Kassel) lebt und arbeitet in Berlin. Er hatte sein Debüt als Pantha du Prince 2002 mit vier Musikstücken mit dem Titel Nowhere. 2004 folgte sein erstes Album Diamond Daze als CD und doppelseitige LP. 2005 erschien seine Remix Butterfly Girl Versions und 2006 Lichten / Walden. Sein zweites Album This Bliss erschien 2007. Er wechselte 2010 zum Label Rough Trade Records und veröffentlichte sein drittes Album Black Noise, worauf 2011 sein aktuelles Remix-Album XI versions of Black Noise folgte. Pantha du Prince wurde 2011 mit dem ECHO in der Rubrik „Kritikerpreis national“ geehrt.


Amy Patton

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In den rasant geschnittenen Videos von Amy Patton finden sich die verschiedensten Konventionen des filmischen Erzählens, des erzählenden Voice-over, der aufregenden Schnittfolge und der Charakterdarstellungen. In ihren Arbeiten untersucht sie, wie wir Objekten, Bildern und Texten mit dem unvollkommenen Verständnis und der Irrationalität unseres Denkens einen Sinn zuweisen. Von Anfang an waren das Interesse an der Sprache und die mündliche Überlieferung maßgebliche Charakteristika ihres Werkes.

The Mirror of the Simple Souls Who Are Annihilated and Remain Only in Will and Desire of Love ist der Titel einer Vision und...


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Dirk Peuker

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Die Arbeiten von Dirk Peuker sind sehr persönliche Annäherungen an ein Porträt. Es geht dabei nicht nur um Sehnsüchte, zerbrochene Träume, gescheiterte Beziehungen oder Erinnerungen aus der Vergangenheit, sondern auch um subjektive Empfindungen und assoziative Momente.

Seine experimentelle Filmarbeit Flat Roofs For Mussolini (2011), in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Bettina Nürnberg realisiert, spricht über den Italienischen Rationalismus am Comer See und die Architektur von Giuseppe Terragni. Terragni, ein wichtiger Wegbereiter des Razionalismo, versuchte, dem faschistischen Regime seine Architektur als offiziellen Stil anzudienen. In einer nur 13...


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Ralf Pflugfelder

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Ralf Pflugfelder erkundet die räumliche Ästhetik von Utopien und ihre narrativen Stränge. Seine Themen entwickelt er sequentiell im Verlauf einiger Ausstellungen. Er überschreitet dabei die Grenzen zwischen verschiedenen Medien wie Zeichnung, Malerei, Skulptur, Video und Klang. Seine Installationen—die häufig „ohne Maßstab sind“—eröffnen den potentiellen Austausch zwischen Skulptur, physischer Intervention und Audiodesign als narrativer Instrumente der Kunst. Anlässlich der Ausstellung 1’003 bei Program e.V. in Berlin, präsentierte er 2010 einen Teil einer längeren Fiktion, die er bereits für die Ausstellung...


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PMgalerie

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Aurélia Defrance, Julie Grosche mit Beiträgen von: Aude Pariset, Maxwell Simmer, Clémence Seilles und Raoul Zöllner, Anne de Vries. Die PMgalerie wurde 2009 von Aurélia Defrance und Julie Grosche als nicht-kommerzieller Projektraum in Berlin-Neukölln gegründet. Die beiden Betreiberinnen sind von Hause aus Künstlerinnen. Daher mag ihr verstärktes Interesse rühren, kuratorische und künstlerische Arbeit als intensiven Austausch zu gestalten, an dessen Ende ein gemeinsames Werk, die Ausstellung, steht. Defrance und Grosche präsentieren junge...


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Agnieszka Polska

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Den Ausgangspunkt der Arbeiten von Agnieszka Polska bildet oftmals Bildmaterial aus Wissenschafts- und Kunstmagazinen der 1960er- und 1970er-Jahre. Durch Manipulation und Reproduktion historisch bedeutsamer Auszüge weist Polska in ihren animierten Videos auf die Möglichkeiten der Neuinterpretation von wichtigen, historischen Ereignissen hin und stellt die Autorität der Fotografie als Dokumentationsmedium infrage.

Gardener’s Responsibility besteht aus dem Video The Garden sowie einer Serie von Fotocollagen mit dem Titel Arton, die sich...


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Roseline Rannoch

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Roseline Rannoch hat ein feines Gespür für Räume, Materialien, Aggregatzustände und die ihnen zugeordneten Sinnzuschreibungen. Ihre Skulpturen arbeiten sich an eingeschliffenen Konstellationen ab, indem sie diese umsortieren.

In ihrer Arbeit für based in Berlin steht die Raum- und Blickordnung zur Disposition. Gegen- über Ausstellungsraum und verwendeten Materiali- en legt Rannoch einen herrschaftlichen Gestus und regelrechte...


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Mandla Reuter

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Die Werke von Mandla Reuter entwickeln sich häufig aus dem Versuch heraus, die Prägung bestimmter Orten von vorgegeben Beschränkungen und Verhältnissen zu befreien. Reuters konzeptionelle Kunst existiert dort, wo physische und diskursive „Orte“ aufeinanderprallen—zerstörerisch und assimilierend zugleich—durch einfache manipulative Gesten. Oft verändern seine architek- tonischen Interventionen die Struktur eines Gebäudes derart, dass sie einen Durchlass entweder erst ermöglichen oder sogar verhindern.

Für based in Berlin beginnt Reuters Arbeit Nothing to See Nothing to Hide damit...


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Yorgos Sapountzis

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Yorgos Sapountzis interessiert sich für Skulpturen, vor allem für die im öffentlichen Raum. In seinen Performances sucht er mit den Bewohnern der Städte die in Stein geronnenen oder Bronze gegossenen Körper auf. Diese Begegnungen von Fleisch und Stein, von Bewegung und Stasis oszillieren zwischen feierlichen Aufzügen und subversiven Demonstrationen. Und auch Sapountzis’ skulpturale Installationen halten die Spannung zwischen Anarchie und Auseinadersetzung mit der Tradition. Für based in Berlin hat...


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Thomas Sauter

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Durch obsessiven Umgang mit freien Mustern übersetzt der Schweizer Künstler Thomas Sauter in einem langfristig angelegten abstrakten Malerei-Zyklus das Pattern Painting (Mustermalerei) in eine gegenwärtige Form der Überlagerung und Gleichzeitigkeit. Diverse Bezüge zur Malereigeschichte wie dem Impressionismus, dem abstrakten Expressionismus oder dem Action Painting werden dabei zum Beispiel in das Dekor der Sitzbezüge der Berliner U-Bahn oder in eine triviale Tapete überführt. Für die Ausstellung based in Berlin überträgt Sauter seine...


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Lena Inken Schaefer

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Die Werke von Lena Inken Schaefer stellen Objekte dar, die häufig eine unklare Bedeutung voller Geheimnisse verbergen. Ihr Interesse gilt den Interaktionen von Ornamenten, die in einer Landschaft platziert sind. Deren Materialität verändert ihre Bedeutung und wird durch Gesten sowie durch Handlung und deren Prozesse erkennbar. Die jeweilige Wahrnehmung wird unter- brochen, wenn Ansichten sich verändern. Inken Schaefers Arbeiten zeichnen sich durch eine intensive konzeptionelle Herangehensweise aus. Sie untersucht die Frage von Sichtbarkeit, Geschichte und Theorie...


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Ariel Schlesinger

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Das Werk des Künstlers Ariel Schlesinger besteht aus spielerischen, gelegentlich kinetischen und häufig bedrohlichen Skulpturen, die ebenso an einen verwirrten Erfinder wie an einen Künstler der Post-Konzeptkunst denken lassen. Er verwischt die Grenzlinie zwischen Erfinder und Atelierkünstler. Seine Arbeitsweise beruht auf autodidaktischer Ingenieurskunst und energetischem Geist. Sein Werk ist häufig zweischichtig: Auf den ersten Blick nimmt man eine poetische Geste war, die sich jedoch auf den zweiten Blick ins Politische und die...


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Jeremy Shaw

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Die Videos, Fotografien, skulpturalen Objekte und Interventionen von Jeremy Shaw beschäftigen sich oft mit den Aktivitäten und Erscheinungsformen von Jugend-Subkulturen, veränderten Bewusstseinszuständen und Psychedelischem.

Sein neues Werk für based in Berlin ist eine Variation dieser Themen. Während seiner Jugendzeit in Vancouver bekam er (wie viele Menschen seiner Generation in der ganzen Welt) durch den Film Christiane F.: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (1981) einen ersten frappierenden Eindruck von Berlin. Inzwischen nach Berlin gezogen, spielt Shaws Werk...


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Heji Shin

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Die für die grafische Gestaltung der Ausstellung based in Berlin verwendeten Fotografien zeigen Doppelbelichtungen der Fotografin Heji Shin. Hierfür wurden Atelieraufnahmen aus dem Studio Thomas Demand mit Bildern aus dessen Garten überblendet. Die technischen Requisiten, die eingelagerten Kunstwerke und die aufgezogenen Fotografien sind folglich von den wuchernden Gärten und Büschen seines Hinterhofs überlagert. Die Fotografien widersetzen sich dabei ihrem ursprünglichen Anspruch, ein eindeutiges Abbild wiederzugeben. Die Technik der Aufnahme und das Bildsujet fallen in einer...


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Timur Si-Qin

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Die Arbeiten des deutsch-amerikanischen Künstlers Timur Si-Qin beschäftigen sich analytisch mit den vorherrschenden politischen und ökonomischen Systemen der Werbe- und Konsumwelt. Durch Eingriffe des Künstlers werden eben diese Systeme der Versprechen, Utopien und Illusionen korrumpiert.

Für based in Berlin bat er die Kuratoren ein LED-Banner System aus einem Fußballstadion in den Monbijoupark zu verlegen. Die dabei entstehenden Kosten der Miete des elektronischen Werbebanners sollen von den auf ihr beworbenen Firmen selbst gedeckt werden. Im Zusammentreffen der Mechanismen einer zeitgenössischen...


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Dominik Sittig

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Dominik Sittigs dunkle, von rot-braunen Farbtönen dominierte Bilder haben mit ihren vielen Materialschichten eine starke Präsenz im Raum. Die differenzierte Textur ist Resultat einer Anhäufung von Schichten über Schichten, in denen Sittig massenhaft Elemente aus dem Repertoire jener Konventionen reproduziert, die die Malerei als Medium definieren. Schließlich überzieht er das Bild mit einem kloaken-braunen Schleier. Neben der schieren Plastizität und einem schwachen Schimmer unter der nahezu monochromen Versiegelung, zeugen die bunten Ränder der Leinwand von der Genese dieser Arbeiten.

Noch immer bestimmen Figuren sowie...


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Juliane Solmsdorf

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Juliane Solmsdorfs Arbeiten verbinden gegensätzliche Materialien. Ihre Skulpturen sind gekennzeichnet von Gesten und erotischer Spannung, die durch Emotionen wie Gewalt oder Sanftheit entstehen. Zugleich sind sie jedoch mehr als nur einfache, abstrakte Gesten—tatsächlich sind es Figuren mit Schilderungen über die menschliche Existenz.

Die Installationen Untitled aus ihrer Serie Neuer Lustgarten (2008) zeigen, wie Solmsdorfs Werke sowohl figurative als auch abstrakte Formen zusammenbringen, sowohl gebrauchsfertige als auch konstruierte Materialien. Sie verbergen geheime Absichten und Geschichten. Viele dieser Skulpturen ahmen direkt menschliche Formen und Charaktere nach, indem sie behutsame anthropomorphe Gesten ausführen. Sie reden über soziale und kulturelle Prozesse. In den Werken, die den Raum gleichzeitig...


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Fiete Stolte

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Die Arbeiten von Fiete Stolte spiegeln seine eigene, persönliche Zeitzone wider, beschreibbar als ein mentaler Raum mit performativem Charakter. Für ihn hat ein Tag 21 Stunden und eine Woche 8 Tage — Stolte lebt und arbeitet nach seiner eigenen Uhr, in seinem eigenen Mikrokosmos. Den Ausgangspunkt hierfü̈r bildete eine Reise um die Welt. Von Berlin aus flog er nach Osten, über Hong Kong, Sydney, Honolulu, Los Angeles, New York und London zurück nach Berlin. Die Reise dokumentierte er in der Multimedia-Installation 8 Days in a Week. Diese Arbeit, durch die man einen zusätzlichen Tag und einen zusätzlichen Sonnenauf- und untergang gewinnt, lässt einen glauben, nicht die Zeit sei aus den Fugen geraten, sondern alle um einen herum. Ohne festgelegte Dauer ist Zeit im Allgemeinen...


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Jana Unmüßig

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Jana Unmüßig ist Choreografin, aber sie ist es in einem anderen Sinne als die bedeutenden Vertreter ihrer Vorgängergeneration: Die Repräsentationskritik eines Jérôme Bel und Xavier Le Roy hat sie verinnerlicht, deren Akzentsetzung aber verschoben. Die Grammatik der Bühne wird in ihrer Arbeit nicht mehr durchdekliniert, sondern sie sucht hochkonzentriert nach einem Bewegungsmoment, das sich aus dem bekannten Vokabular windet. Dieses...


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Danh Vo

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Das Werk von Danh Vo, einem in Vietnam geborenen dänischen Staatsbürger, spürt einem gewundenen Weg durch komplexe kulturelle und persönliche Geschichten nach. Alles ist „Fair Play“ in seiner assoziativen Kartografie von Geschichten, angesiedelt in fast archäologisch anmutenden Konstellationen von Objekten. Mit sorgfältig konstruierten Widersprüchen weisen seine Installationen darauf hin, dass die Konstruktion von Identität sowohl eine Farce als auch ein kulturelles Phänomen ist.

Das Werk, das in based in Berlin gezeigt wird, bildet das erste Kapitel eines größeren Projekts, das die verschiedenen Bilder von Freiheit unter- sucht—oder besser das Bild von Freiheit: die Freiheitsstatue...


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Ming Wong

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Eine Gruppe von 22 Tänzern, bestehend aus Künstlern und Kuratoren in Berlin, nahm an einem zweitägigen, dokumentierten Tanztheater-Workshop teil. Sie übten Tanzfiguren aus Pina Bauschs Kontakthof ein, in dem einfache Alltagsgesten choreografiert werden, um so die Beziehungen zwischen Männern und Frauen wie auch Einzelpersonen und Gruppen auszuloten; dabei wurden die diversen Dynamiken unter den zusammenarbeitenden Künstlern und Kuratoren gespiegelt. In der daraus entstandenen Videoarbeit erstreckt sich die Choreografie...


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Helga Wretman

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Die Performances der Künstlerin und Stuntfrau Helga Wretman arbeiten an den Instrumentalisierungen der uns umgebenden Waren- und Konsumwelt und entstehen meist in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern sowie im Austausch mit deren Werk...


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Shingo Yoshida

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Die Videoarbeiten von Shingo Yoshida erforschen das Individuum, seine Verortung und Bedeutung in der heutigen Wirklichkeit. Sie offenbaren die Schwierigkeit des heutigen Menschen, sich in eine permanent verändernde Umgebung zu integrieren und innerhalb der globalisierten Realitäten, der sich wandelnden und verworrenen Kulturen und zunehmenden Migrationen, eine Identität und Funktion zu finden. Sein Werk, das die Frage nach unserem Ursprung, unseren Wurzeln und unserer Identifikation stellt, betont die Vorstellung von psychologischen und geografischen Territorien. In dem Video SOS Morse code-Fernsehturm...


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